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Satzung und Geschäftsordnung

Die Diözesankonferenz der KjG Hamburg hat 2011 die neue Satzung der KjG Hamburg beschlossen.

Zur Satzung
Zur Geschäftsordnung

Satzung der Katholischen jungen Gemeinde DV Hamburg

a) Der Diözesanverband
§ 1 Der Diözesanverband der Katholischen jungen Gemeinde ist der Zusammenschluss der Pfarrgemeinschaften und der Diözesangemeinschaft in der Erzdiözese Hamburg.


§ 2 Personen können in den Pfarrverbänden Mitglied werden.
Existiert in der Gemeinde kein Pfarrverband, besteht für die/den EinzelneN die Möglichkeit der Mitgliedschaft in der Diözesangemeinschaft.
Der Mitgliedsbeitrag wird auf Vorschlag der Diözesanleitung durch die Diözesankonferenz beschlossen.


§ 3 Der Diözesanverband ist Mitglied im Bundesverband der Katholischen jungen Gemeinde und im Diözesanverband des BDKJ.
§ 4 Er führt den Namen Katholische junge Gemeinde Diözesanverband Hamburg.
Das Symbol ist der Seelenbohrer.


§ 5 Aufgabe des Diözesanverbandes ist die Unterstützung, Förderung und Koordinierung der Arbeit der Pfarrgemeinschaften und der Diözesangemeinschaft sowie deren Vertretung in Kirche und Öffentlichkeit. Er bietet eigene Angebote an.


§ 6 Der Diözesanverband verpflichtet sich auf die Grundlagen und Ziele der Katholischen jungen Gemeinde.


b) Die Organe des Diözesanverbandes
§ 7 Die Organe des Diözesanverbandes sind

  • die Diözesankonferenz
  • der Diözesanausschuss
  • die Diözesanleitung


Die Diözesankonferenz
§ 8 Die Diözesankonferenz ist das oberste beschlussfassende Organ des Diözesanverbandes. Sie bestimmt die Aufgaben des Diözesanverbandes im Rahmen der Grundlagen und Ziele sowie der Satzung des Verbandes und der Beschlüsse der Bundeskonferenz.


§ 9 Der Diözesankonferenz sind insbesondere folgende Aufgaben vorbehalten;
Beschlussfassung über:

  • Die Diözesansatzung
  • Die Jahresplanung
  • Den Diözesanbeitrag
  • Entgegennahme der Tätigkeitsberichte der Diözesanleitung und des Diözesanausschusses
  • Entgegennahme des Finanzberichtes
  • Erteilung der Entlastung

Wahl:

  • Der Diözesanleitung
  • Des Diözesanausschusses
  • Der beiden Kassenprüferinnen oder Kassenprüfer

Abwahl einzelner Mitglieder der Diözesanleitung beziehungsweise einzelner Mitglieder des Diözesanausschusses.


§ 10 Die Diözesankonferenz kann für bestimmte Aufgaben paritätisch besetzte Sachausschüsse einrichten. Sachausschüsse zu geschlechtsspezifischen Belangen sind hiervon ausgenommen.


§ 11 Stimmberechtigte Mitglieder der Diözesankonferenz sind:

  • Die Mitglieder der paritätisch zu besetzenden Pfarrdelegationen und der Diözesangemeinschaft, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Pfarrleitung/Diözesangemeinschaft und / oder den Delegierten der Pfarrverbände, höchstens jedoch zwei Männer und zwei Frauen pro Pfarrverband/der Diözesangemeinschaft.
  • Die Mitglieder der Diözesanleitung.

Die Delegierten der Diözesangemeinschaft werden wie folgt bestimmt:

Vier Monate vor Beginn der Diözesankonferenz ist jedem Einzelmitglied durch die Diözesanleitung eine Liste der Einzelmitglieder zu übersenden mit dem Hinweis, dass aus der Liste maximal vier Personen, davon jeweils zwei Frau und zwei Männer, als Delegierte ausgewählt werden können, andernfalls die Stimmabgabe ungültig ist.

Stimmzettel, die nicht spätestens sechs Wochen vor Beginn der Diözesankonferenz bei der Diözesanstelle eingegangen sind, werden nicht mehr berücksichtigt. Auf diese Ausschlussfrist ist in den Mitgliederschreiben mit konkretem Datum hinzuweisen.

Gewählt als Delegierte sind jeweils die zwei weiblichen und männlichen Personen, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los.

Nimmt die/der gewählte Delegierte die Wahl nicht an, gilt die/der in der Reihenfolge der Stimmen Nächstfolgende als gewählt. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los.

Ersatzdelegierte im Falle der Verhinderung des gewählten Delegierten sind die übrigen zur Wahl vorgeschlagenen Personen in der Reihenfolge ihrer Stimmenzahl. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los.

Wahlberechtigt und wählbar sind nur Einzelmitglieder, die mindestens ein Jahr Mitglied im Diözesanverband sind.

Beratende Mitglieder sind:

  • Die nicht stimmberechtigten Mitglieder der Pfarrverbände
  • Delegierte Mitglieder von Sachausschüssen
  • Die Diözesanreferentinnen/ -referenten
  • Ein Mitglied der Bundesleitung der Katholischen jungen Gemeinde
  • Ein Mitglied des Diözesanvorstandes des BDKJ
  • Die nicht stimmberechtigten Mitglieder des Diözesanausschusses soweit sie nicht Mitglied einer Pfarrdelegation sind

Die Diözesanleitung kann Gäste zur Diözesankonferenz einladen.


§ 12 Die Diözesankonferenz tritt mindestens einmal jährlich zusammen und wird von der Diözesanleitung einberufen und geleitet. Sie ist in der Regel öffentlich. Eine außerordentliche Diözesankonferenz muss einberufen werden, wenn der Diözesanausschuss oder ein Drittel der Leitungen aus Pfarrverbänden und der Diözesangemeinschaft dies beantragen.
Den Ablauf der Diözesankonferenz regelt die Geschäftsordnung.


§ 13 Änderungen der Diözesansatzung können nur beschlossen werden, wenn zwei Drittel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder zustimmen und der Änderungsantrag den Mitgliedern der Diözesankonferenz wenigstens drei Wochen vorher schriftlich mitgeteilt worden ist.


Der Diözesanausschuss
§ 14 Der Diözesanausschuss berät über die Arbeit und beschließt über laufende Angelegenheiten des Diözesanverbandes.


§ 15 Dem Diözesanausschuss sind insbesondere folgende Aufgaben vorbehalten:

  • Planung und Vorbereitung der Diözesankonferenz
  • Sorge für die Durchführung der Beschlüsse der Diözesankonferenz
  • Beschlussfassung über den Etat des Diözesanverbandes
  • Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen

Schlichtung und Entscheidung bei Konfliktfällen (betroffene Mitglieder haben bei der Entscheidung kein Stimmrecht)


§ 16 Der Diözesanausschuss ist paritätisch zu besetzen. Stimmberechtigte Mitglieder des Diözesanausschusses sind:

  • Vier Frauen, von denen höchstens eine Geistliche Leiterin sein kann
  • Vier Männer, von denen höchstens einer Geistlicher Leiter sein kann
  • Die Mitglieder der Diözesanleitung.

Beratende Mitglieder sind:

  • Die Diözesanreferentinnen /-referenten
  • Die Leiterinnen oder Leiter von Sachausschüssen.
  • Die Diözesanleitung kann Gäste einladen.

Die stimmberechtigten Mitglieder des Diözesanausschusses müssen das 16. Lebensjahr vollendet haben.


§ 17 Die Mitglieder des Diözesanausschusses, die nicht Mitglied der Diözesanleitung sind, werden von der Diözesankonferenz für zwei Jahre gewählt.
Die Wahl ist persönlich; eine Vertretung im Diözesanausschuss ist nicht möglich. Wird eine Stelle im Diözesanausschuss frei, so rückt bis zur nächsten Diözesankonferenz die Person der jeweiligen Gruppe nach, die bei der Wahl zum Diözesanausschuss die nächsthöhere Stimmenanzahl hatte.


§ 18 Der Diözesanausschuss tritt nach Bedarf, mindestens jedoch viermal jährlich zusammen. Er wird von der Diözesanleitung vier Wochen vorher einberufen. Den Vorsitz hat die Diözesanleitung.


Die Diözesanleitung
§ 19 Zu den Aufgaben der Diözesanleitung gehören insbesondere:

  • Leitung und Geschäftsführung des Diözesanverbandes im Rahmen der Grundlagen und Ziele sowie der Satzung und der Beschlüsse der Organe des Bundes- und Diözesanverbandes.
  • Kontakt zu den Pfarrverbänden und Förderung der Kontakte zwischen den Pfarrverbänden.
  • Vertretung des Diözesanverbandes im Bundesverband.
  • Vertretung des Diözesanverbandes im BDKJ auf Diözesanebene.
  • Vertretung des Diözesanverbandes in Kirche und Öffentlichkeit.
  • Teilnahme an der KjG Bundeskonferenz/dem Bundesrat /der BDKJ Diözesanversammlung. Kann diese Vertretungsaufgabe nicht von der Diözesanleitung wahrgenommen werden, können die Stimmen von dieser delegiert werden.

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben kann die Diözesanleitung mit Zustimmung des Diözesanausschusses Referentinnen/ Referenten und Sachbearbeiterinnen/ Sachbearbeiter und Mitglieder des Diözesanausschusses sowie Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter berufen.

§ 20 Die Diözesanleitung ist paritätisch zu besetzen, zu ihr gehören:

  • Drei Diözesanleiterinnen; Drei Diözesanleiter; Eine von diesen sechs Personen ist die Geistliche Leitung.
  • Die Mitglieder der Diözesanleitung müssen voll geschäftsfähig sein.

§ 21 Die Mitglieder der Diözesanleitung werden von der Diözesankonferenz für zwei Jahre gewählt.
Die Mitglieder der Diözesanleitung können ihren Rücktritt nur vor der Diözesankonferenz erklären.


c) Schlussbestimmung, Inkrafttreten
§ 22 Diese Satzung tritt am Tag nach ihrer Beschlussfassung durch die Diözesankonferenz am 13.11.2011 der Katholischen jungen Gemeinde im Diözesanverband Hamburg und ihrer Genehmigung durch die Bundesleitung der Katholischen jungen Gemeinde am 22.05.2012 in Kraft.

Geschäftsordnung der Diözesankonferenz
§ 1 Termin Der Termin der jährlichen Diözesankonferenz wird von der Diözesankonferenz beschlossen.


§ 2 Vorbereitung Die Vorbereitung der Diözesankonferenz erfolgt durch die Diözesanleitung in Zusammenarbeit mit dem Diözesanausschuss im Rahmen der Beschlüsse des Diözesanausschusses.


§ 3 Vorläufige Tagesordnung Die vorläufige Tagesordnung der Diözesankonferenz wird im Diözesanausschuss beraten und beschlossen.


§ 4 Einberufung Die Diözesankonferenz wird von der Diözesanleitung vier Wochen vor dem festgelegten Termin einberufen.
Die Pfarreien können Gäste mitbringen. Die Anzahl wird zu jeder Diözesankonferenz vom Diözesanausschuss festgelegt.


§ 5 Öffentlichkeit Die Diözesankonferenz ist öffentlich. Die Öffentlichkeit kann durch Beschluss aufgehoben werden. Personaldebatten sind nicht öffentlich. Bei Personaldebatten sind nur die stimmberechtigten Mitglieder der Diözesankonferenz und die Mitglieder des Wahlausschusses anwesend.


§ 6 Stellvertretung Die stimmberechtigten Mitglieder können sich bei der Diözesankonferenz vertreten lassen. Die Vertretung der Delegierten bedarf der Zustimmung der Pfarrleitung. Frauen können nur durch Frauen, Männer nur durch Männer vertreten werden. Die Vereinigung mehrerer Stimmen auf eine Person ist unzulässig.


§ 7 Leitung Die Leitung der Diözesankonferenz obliegt der Diözesanleitung. Sie bestimmt, welches Mitglied den Vorsitz führt. Sie kann den Vorsitz delegieren. Der/die jeweilige Vorsitzende kann sich an den Beratungen nicht beteiligen. Wenn er/sie das Wort ergreifen will, muss der Vorsitz an andere Personen abgegeben werden.
Der/die Vorsitzende kann jederzeit das Wort zu einer Feststellung ergreifen.


§ 8 Anträge Anträge an die Diözesankonferenz können von Mitgliedern, Kommissionen, sowie von Ausschüssen der Diözesankonferenz gestellt werden.
Die Anträge mit Begründungen sind bis spätestens sechs Wochen vor Beginn der Diözesankonferenz der Diözesanleitung schriftlich einzureichen und drei Wochen vorher von der Diözesanleitung den Mitgliedern der Diözesankonferenz zuzuleiten.
Später eingehende Anträge (ausgenommen Satzungsänderungsanträge und Anträge auf Abwahl von einzelnen Diözesanleitungs- bzw. Diözesanausschussmitgliedern) bedürfen zur Aufnahme in die Tagesordnung der Zustimmung eines Drittels der anwesenden Mitglieder der Diözesankonferenz. Zusatzanträge können jederzeit gestellt werden.
Im Verlauf der Beratung können Initiativanträge gestellt werden. Sie bedürfen zur Aufnahme in die Tagesordnung der einfachen Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder der Diözesankonferenz.


§ 9 Unterlagen Drei Wochen vor Beginn erhalten die Mitglieder der Diözesankonferenz durch die Diözesanleitung die notwendigen Unterlagen, und zwar:

  • Die vorläufige Tagesordnung
  • Die Anträge mit Begründung
  • Den Bericht der Diözesanleitung
  • Den Bericht des Diözesanausschusses

§ 10 Beschlussfähigkeit Die Diözesankonferenz ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß eingeladen wurde und wenigstens 50 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind, sowie die anwesenden Frauen und Männer mehr als 25 Prozent der stimmberechtigten anwesenden Mitglieder stellen.


§ 11 Beginn der Beratungen Die Beratungen beginnen mit der Feststellung der Beschlussfähigkeit und der Feststellung der endgültigen Tagesordnung sowie des Zeitplans.
Auf Antrag können Tagesordnungspunkte aufgenommen, umgestellt oder abgesetzt werden.


§ 12 Schluss der Beratungen Die Diözesankonferenz kann die Beratungen vertagen oder schließen. Beschlüsse zum Vertagen oder Schließen der Diözesankonferenz bedürfen der Zwei-Drittel-Mehrheit. Die Abstimmung über den Schlussantrag ist nur zulässig, wenn wenigstens ein Mitglied die Gelegenheit erhält, dagegen zusprechen. Der Schlussantrag geht dem Vertagungsantrag und dieser allen übrigen Anträgen vor.


§ 13 Beratungen Das Wort wird durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden in der Reihenfolge des Eingangs der Wortmeldungen erteilt. Frauen und Männer werden auf getrennten Redelisten geführt und abwechselnd aufgerufen. Die Person mit der letzten Wortmeldung erhält das Schlusswort.
Berichte werden abschnittsweise beraten.
Antragstellerinnen/ Antragsteller und Berichterstatterinnen/ Berichterstatter können außerhalb der Reihenfolge das Wort verlangen. Die Redezeit kann von der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden begrenzt werden. Dies kann von der Diözesankonferenz durch Mehrheitsbeschluss aufgehoben werden. Der/die Vorsitzende kann Rednerinnen und Redner, die nicht zur Sache sprechen, das Wort entziehen. Gegen Maßnahmen der Vorsitzenden oder des Vorsitzendes ist Widerspruch möglich. Über den Widerspruch entscheidet die Diözesankonferenz.


§ 14 Wortmeldungen zur Geschäftsordnung Zu Anträgen oder Äußerungen zur Geschäftsordnung kann jederzeit das Wort verlangt werden.
Durch Anträge zur Geschäftsordnung wird die Rednerinnen- und Rednerliste unterbrochen. Die Anträge sind sofort zu behandeln.
Anträge und Äußerungen zur Geschäftsordnung dürfen sich nur mit dem Gang der Verhandlungen befassen; das sind:
a) Antrag auf Schluss der Debatte und sofortige Abstimmung
b) Antrag auf Schluss der Rednerinnen- und Rednerliste
c) Antrag auf Beschränkung der Redezeit
d) Antrag auf Vertagung eines Antrages oder eines Tagungsordnungspunktes
e) Antrag auf Unterbrechung der Sitzung
f) Antrag auf Nichtbefassung
g) Hinweis zur Geschäftsordnung
h) Antrag auf Überweisung an einen Ausschuss
Erhebt sich bei einem Antrag zur Geschäftsordnung kein Widerspruch, ist der Antrag angenommen; andernfalls ist nach Anhörung einer Gegenrednerin oder eines Gegenredners sofort abzustimmen.
Über die Auslegung der Wortmeldungen zur Geschäftsordnung entscheidet die/ der Vorsitzende verbindlich.


§ 15 Persönliche Erklärung Nach Schluss der Beratung eines Tagesordnungspunktes oder nach Beendigung der Abstimmung kann die/der Vorsitzende das Wort zu einer persönlichen Bemerkung oder Erklärung erteilen. Diese muss schriftlich bei der/dem Protokollführenden abgegeben werden und wird unverändert ins Protokoll aufgenommen. Eine Debatte hierüber findet nicht statt.

§ 16 Abstimmungen Die Abstimmung erfolgt mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Stimmgleichheit gilt als Ablehnung. Enthaltungen werden nicht gezählt. Überwiegen die Enthaltungen die Ja-Stimmen, so muss die Diskussion über den Beratungsgegenstand auf Antrag neu eröffnet und erneut abgestimmt werden. Abstimmungen über Änderungen der Grundlagen und Ziele sowie der Satzung und der Geschäftsordnung bedürfen der Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.
Abgestimmt wird mit Stimmkarten. Auf Antrag muss geheim abgestimmt werden. Auf Antrag muss geschlechtsgetrennt abgestimmt werden. Bei einer geschlechtsgetrennten Abstimmung muss sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die einfache Mehrheit erreicht werden.
Falls bei einer geschlechtsgetrennten Abstimmung die einfache Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Frauen oder Männer nicht erreicht wurde, muss auf Antrag die Diskussion neu eröffnet und erneut abgestimmt werden.
Liegen zu einem Beratungsgegenstand mehrere Anträge vor, so ist über den weitestgehenden zuerst abzustimmen.
Unmittelbar nach einer Abstimmung kann bei begründeten Zweifeln an der Richtigkeit der Abstimmung Wiederholung verlangt werden.
Auf Antrag kann im weiteren Verlauf der Beratungen über Beschlüsse noch einmal abgestimmt werden.
Die/ der Vorsitzende stellt das Ergebnis der Abstimmung fest und verkündet es.


§ 17 Wahlausschuss Zur Vorbereitung der Wahlen wählt die Diözesankonferenz für ein Jahr einen Wahlausschuss, der aus zwei Frauen und zwei Männern besteht. Ein Mitglied der Diözesanleitung wird von dieser als beratendes Mitglied benannt und nimmt die Geschäftsführung wahr.
Die Sitzungen des Wahlausschusses sind nicht öffentlich. Der Wahlausschuss kann nach Bedarf Gäste zu seinen Sitzungen einladen.
Der Wahlausschuss erstattet über seine Tätigkeit dem Diözesanausschuss und der Diözesanleitung mündlich Bericht.
Aufgabe des Wahlausschusses ist es, drei Wochen vor der Diözesankonferenz den Delegierten geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zur Diözesanleitung und dem Diözesanausschuss vorzuschlagen sowie die gesamten Wahlen zu leiten.


§ 18 Wahl der Mitglieder der Diözesanleitung bzw. des Diözesanausschusses
1. Zum Mitglied der Leitung oder des Ausschusses ist wählbar, wer
a) Mitglied der KjG ist,
b) voll geschäftsfähig (Diözesanleitung) ist oder das 16. Lebensjahr (Diözesanausschuss) vollendet hat,
c) zum Mitglied des Diözesanausschusses wählbar ist, regelt die Satzung in § 15,
d) zur Wahl vorgeschlagen ist.
2. Zur geistlichen Leiterin bzw. zum geistlichen Leiter ist jede Person wählbar, welche die Voraussetzungen für eine kirchliche Beauftragung erfüllt und für die eine Freistellung durch den Erzbischof vorliegt oder eine Person die nach Meinung der Diözesankonferenz eine für dieses Amt entsprechende Qualifikation erlangt hat und die Aufgaben der geistlichen Leiterin bzw. des geistlichen Leiters im Sinne der KjG ehrenamtlich erfüllen kann.


§ 19 Wahlen
1. Die Wahl wird vom Wahlausschuss geleitet. Er bestimmt aus seiner Mitte die Person, die den Vorsitz führt.
2. Die Wahl beginnt mit der Bekanntgabe der Wahlregeln und der Vorschlagsliste.
3. Die Vorschlagsliste wird eröffnet. Vorschlagsberechtigt sind die Mitglieder der Konferenz und der Wahlausschuss.
4. Der Wahlausschuss stellt die Wählbarkeitsvoraussetzungen fest.
5. In der Kandidatinnen- und Kandidatenvorstellung hat die Kandidatin bzw. der Kandidat das Recht, ihre Person vorzustellen und ihre Absichten darzulegen.
6. In der Kandidierendenbefragung haben die Mitglieder der Konferenz das Recht, Fragen an die Kandidatin bzw. den Kandidaten zu stellen. Über die Zulässigkeit einer Frage entscheidet die Person, die den Vorsitz führt. Eine zeitliche Beschränkung der Kandidatinnen- und Kandidatenbefragung oder der Führung einer Aussprache sind nicht zulässig.
7. Auf Antrag eines stimmberechtigten Mitgliedes geht der Wahl eine Personaldebatte voraus. An der Personaldebatte dürfen nur die Mitglieder des Wahlausschusses und stimmberechtigte Mitglieder der Konferenz teilnehmen. Die Personaldebatte ist vertraulich; sie erfolgt in Abwesenheit der Kandidatinnen und Kandidaten. Die Aussprache ist auf die Person der Kandidatin bzw. des Kandidaten beschränkt. Eine zeitliche Begrenzung der Personaldebatte ist nicht zulässig.
8. Ist die Stelle der geistlichen Leiterin bzw. des geistlichen Leiters vakant, so entscheidet die Diözesankonferenz nach der Wahl zur geistlichen Leiterin bzw. zum geistlichen Leiter, welche Stelle bis zur nächsten Diözesankonferenz vakant bleibt.
9. Die Wahl der Leitung kann in einem Akt erfolgen, wenn keine Person für mehrere Ämter kandidiert. Der Wahlgang geht folgendermaßen vor sich:

a. Wahl der geistlichen Leiterin bzw. des geistlichen Leiter
b. Wahl der Diözesanleiterinnen
c. Wahl der Diözesanleiter

10. Wahlen zu Leitungsämtern und zum Diözesanausschuss werden immer in geheimer Abstimmung durchgeführt. Zu anderen Ämtern genügt Abstimmung durch Handzeichen, wenn dies beantragt wird und sich kein Widerspruch erhebt.
11. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen, gültigen Stimmen mit „Ja“ auf sich vereinigt. Endgültig nicht gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen, gültigen Stimmen als „Nein“ erhalten hat.
12. Lehnt eine gewählte Person die Annahme der Wahl ab, oder erreicht keine Person die erforderliche Mehrheit, wir der Wahlgang wiederholt. In einem dritten Wahlgang ist gewählt, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt und mehr „Ja“- als „Nein“-Stimmen hat.
13. Leer abgegebene Stimmzettel gelten als Stimmenthaltung. Stimmzettel, bei denen der Wählerwille nicht eindeutig erkennbar ist oder die Zusätze enthalten, sind ungültig. Über Zweifelsfälle entscheidet der Wahlausschuss.
14. Das Auszählen der Stimmen durch den Wahlausschuss ist öffentlich.
15. Der Wahlausschuss stellt das Wahlergebnis fest und verkündet es. Er ermittelt die Annahme der Wahl durch die Gewählten und teilt die Namen der Gewählten der Bundesleitung mit.
Das Wahlergebnis kann binnen 14 Tagen nach Beendigung der Wahl angefochten werden. Bis zu diesem Termin verwahrt der Wahlausschuss die Wahlunterlagen. Über die Anfechtung der Wahl entscheidet der Diözesanausschuss.


§ 20 Abwahl von einzelnen Mitgliedern der Diözesanleitung bzw. des Diözesanausschusses Die Konferenz kann ein Mitglied der Diözesanleitung oder des Diözesanausschusses abwählen, indem sie ihm mit der Zwei-Drittel-Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder das Misstrauen ausspricht.


§ 21 Protokoll Über jede Diözesankonferenz wird ein Ergebnisprotokoll angefertigt, das von der Diözesanleitung unterschrieben wird. Dieses Protokoll enthält die Namen der anwesenden Mitglieder, die Tagesordnung, die gefassten Beschlüsse im Wortlaut mit Abstimmungsergebnis und alle ausdrücklich zum Zwecke der Niederschrift abgegebenen Erklärungen.


§ 22 Genehmigung des Protokolls Das Protokoll wird allen Mitgliedern der Diözesankonferenz innerhalb von zwölf Wochen zugeschickt. Es gilt als genehmigt, wenn innerhalb von sechs Wochen nach Zustellung bei der Diözesanleitung gegen die Fassung des Protokolls schriftlich kein Einspruch erhoben wird.
Die Diözesanleitung benachrichtigt die Mitglieder der Diözesankonferenz über Einsprüche gegen das Protokoll. Über Annahme oder Ablehnung eines Einspruchs entscheidet der Diözesanausschuss.


§ 23 Außerordentliche Diözesankonferenz Eine außerordentliche Diözesankonferenz muss einberufen werden, wenn der Diözesanausschuss oder ein Drittel der Pfarrleitungen dies beantragen. Die Einladung zu
einer außerordentlichen Diözesankonferenz muss wenigstens sechs Wochen vor dem Termin mit Bekanntgabe der Tagesordnung erfolgen.
Die Diözesanleitung muss eine beantragte außerordentliche Diözesankonferenz mindestens vier Wochen nach der Beantragung einberufen.


§ 24 Von der Geschäftsordnung kann im Ausnahmefall an einzelnen Punkten mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder abgewichen werden.


§ 25 Schlussbestimmungen Die Neufassung der Geschäftsordnung tritt nach ihrer Beschlussfassung durch die Diözesankonferenz der Katholischen Jungen Gemeinde am 13.11.2011 und nach Zustimmung durch die Bundesleitung der Katholischen Jungen Gemeinde am 22.05.2012 in Kraft.

Wer ist die Katholische junge Gemeinde?

Die Katholische junge Gemeinde (KjG) ist ein Kinder- und Jugendverband, in dem junge Menschen bei gemeinsamen Aktivitäten christliche Werte leben, lernen sich eine eigene Meinung zu bilden sowie soziale und politische Verantwortung zu übernehmen.
Wir geben Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Raum, einander zu begegnen, Spaß zu haben, sich weiter zu entwickeln und eigene Zugänge zum Glauben zu finden. In unserem Verband machen wir uns stark für Demokratie, Solidarität und Gerechtigkeit, auch in Kirche und Gesellschaft.