Heute, am heiligen Abend feiern wir die Geburt des Gottessohnes. Gott kommt selbst zu uns und nimmt die Gestalt eines Menschen an. Folgen wir der Bibel, so kündigt schon Jesaja die Ankunft dieses Königs an.
Jes 9,5 Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.
Sicherlich, in der Tradition des alten Testaments wurde ein starker Herrscher erwartet, einer der in der Tradition des Königsglauben leben und die getrennten Reiche Juda und Israel vereinen sollte.
Und dann, kommt dieser Gott in die Welt, der so gar nichts von diesem äußeren Schein verkörpern möchte. Geboren in einem Stall, oder einer Höhle, gebettet in eine Krippe und ausgestattet mit all den Merkmalen der Ärmsten der Armen. Sogar die Mutter un der irdische Vater waren noch nicht einmal vermählt. Ein soziales nogo in dieser Zeit.
Warum tut Gott so etwas? Warum kommt er nicht inmitten der Heerscharen des Himmels mit Feuersbrunst umgeben in die Welt und kämpft mit scharfer Klinge gegen die Ungerechtigkeit der Welt?
Eine Erklärung könnte so lauten: Gott stattete uns mit dem freien Willen aus, der Möglichkeit das Gute zu erkennen und vom Bösen zu unterscheiden. Gott möchte nicht, dass wir fremdgesteuerte Wesen sind, sondern uns die Möglichkeit geben uns in seine Nachfolge berufen zu sehen. Deshalb wählt er die Gestalt eines irdisch schwachen Menschen, der genau unter diesen Umständen zur Welt kommt. Es liegt nun an den Menschen zu erkennen, welch Kind da liegt, welch Gott.
Und es kommen Menschen, die ihm huldigen wollen, die ihm Geschenke bringen und als das erkennen, was er ist. Auch in Zukunft werden Menschen diesem menschgewordenen Gott folgen und seine Botschaft verkünden. Dies tun wir heute noch. Wir berufen uns als katholischer Kinder und Jugendverband noch heute auf seine Nachfolge und die Verkündigung der frohen Botschaft des Friedens und der geschwisterlichen Nächstenliebe. Wir tun uns nur manchmal schwer, dies zu erkennen.
Vielleicht nehmen wir uns dieses Weihnachten wieder einmal bewusst Zeit für unsere Mitmenschen, die die wir mögen und lieben und die die wir vielleicht nicht mögen, ja sogar hassen. Diese Geburt soll uns ein Zeichen sein einen Neuanfang zu wagen und die Liebe Gottes in die Welt zu tragen.
In diesem Sinne wünschen wir euch ein frohes, ein gesegnetes und friedfertiges Weihnachtsfest.

Die Diözesanleitung der KjG Hamburg



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