Wie wir uns sehen, bestimmen wir oft nicht selbst. Oft sehen wir uns nämlich so, wie wir erzogen werden und wurden. Kleines Beispiel gefällig: In unserer Kindheit wird uns von verschiedensten Stellen erklärt, Schule, Elternhaus und Freund*innen, dass alle Menschen, die brünett sind, schlecht in der Schule sind. Wie es der Zufall so will, lernen wir auch noch Menschen kennen, die schlecht in der Schule sind und zufällig auch noch brünett.

Zugegeben, dieses Beispiel ist sehr plakativ und erinnert stark an ein soziologisches Experiment (klick). Jedoch brechen wir das ganze herunter, auf Frauen (und ihre Rolle in Familie und Gesellschaft), Geflüchtete, diverse Minderheiten und andere Menschen in der Gesellschaft, so könnte bestimmt jede*r von uns von mindestens einem Beispiel berichten, dass sich so als Meinung manifestiert hat und dann durch ein Erlebnis revidiert hat.

Ich sehe das aber als einen Prozess, der wahrscheinlich nie zu Ende sein wird. Wir haben sicherlich noch viele Meinungen, die sich in uns festgesetzt haben, die es zumindest wert sind, dass wir sie überprüfen.

Fangen wir heute damit an.