Als ich in Tansania war, war ich natürlich auch im Gottesdienst dort. Die Sprache war dort aber nicht das einzige, was den Gottesdienst zu unserem unterschied. Es war die Stimmung, die dort mitschwang. In gewisser Weise eine Art Fröhlichkeit, die dem Gottesdienst innewohnte. Etwas, was uns hier gänzlich fremd ist.

Am Sonntag, morgen, feiern wir den Palmsonntag. Jesus zieht unter dem Jubel der Menschen in Jerusalem ein. Er reitet auf einem Esel und die Menschen breiten ihre Kleider auf dem Boden aus. Sie rollen ihm quasi den roten Teppich aus, sie jubeln ihm zu und schwenken Palmwedel.

Wenn Christus in unsere Mitte tritt, was er in jeder Messe tut, dann stehen wir meist wie betrübt da. Zur Kommunion, stehen wir meistens mit demselben Enthusiasmus an wie an der Kasse bei Mc Donalds. In Tansania, klatschen die Menschen, nach den Wandlungsworten. Als ich den Bischof fragte, warum die Menschen klatschen würden, sagt er: „Nun, in Tansania, klatschen die Menschen und freuen sich, wenn jemand kommt oder den Raum betritt den*die die Menschen sehr lieben und auf den*die sie sich freuen. Auch bei Stars.“

Ja, wir klatschen für so ziemlich alles. Tausende flippen aus vor Freude bei Stars. Denken wir dran, wenn wir wieder traurig im Gottesdienst stehen.

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