Vom eigenen Kleiderschrank in der letzten Woche kommen wir nun zu einem anderen Bereich in Deinem zu Hause. Dem kritischen Konsum im Bereich Haushalt. Dazu gehören viele verschiedene Bereiche und einiges überschneidet sich. Wir wollen in diesem Beitrag besonders auf die Bereiche Küche und Badezimmer schauen.

Die ersten Konsumentscheidungen und wie kritisch diese sind, hast Du natürlich bereits beim Einkaufen getroffen und führst sie dann weiter im Haushalt fort. Aber um Dir dabei zu helfen, Deine Entscheidungen beim Einkaufen bereits kritischer zu treffen, schauen wir gemeinsam, was im Haushalt alles möglich ist. Dazu gucken wir uns verschiedene Bereiche an. Müll, Putzmittel und Artikel im Badezimmer.

In jedem Haushalt fällt Müll an. Besonders in der Küche, wird der Mülleimer oft geöffnet und die verschiedensten Produkte wandern in den Müll. Wie viele Mülleimer stehen bei Dir? Optimal wären ein gelber Sack für Plastik und anderen Verpackungsmüll, eine Biotonne oder Kompostkiste für biologisch abbaubaren Müll, eine Sammelkiste für Papier und Pappe, eine Sammelkiste für Glas und ein grauer/schwarzer Sack für nicht verwertbaren Müll. Für all diesen Müll gibt es die Möglichkeit, einzeln zu verwerten und auch einzeln von der Müllabfuhr abgeholt zu werden. Und für die meisten Mietshäuser gibt es auch alle diese Tonnen, entweder direkt am Haus oder in der Nähe die nächsten entsprechenden Container, z.B. für Papier und Glas. Wenn Du in Deiner Wohnung oder in Deinem Haus z.B. keine Biotonne hast, sprich Deine*n Vermieter*in an oder kümmere Dich bei Eigentum selber darum. Der beste Müll ist und bleibt aber der Müll, der gar nicht erst da ist oder produziert wird. Und wenn es dann doch Müll gibt, ist sorgfältig trennen und entsorgen das Beste, um möglichst viel davon zu recyceln, wiederzuverwerten und nicht sinnlos wegzuwerfen.

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/konsumressourcenmuell/150804-nabu_tipps_muelltrennung.pdf

Neben den Mülleimern, die die meisten von uns in der Küche stehen haben, gibt es noch kleine Mülleimer im Badezimmer. Denn auch hier fällt oft eine große Menge Müll an. Hygieneartikel verpackt in Plastikflaschen, einmal verwendbare Tücher oder Pads, Cremes oder Lotionen in kleinen Päckchen, Menstruationsprodukte für Frauen. Die meisten von uns haben enorm viele Plastikverpackungen im Badezimmer stehen. Aber das geht auch ganz einfach anders und in vielen Fällen kannst Du hier sogar Geld sparen. Mittlerweile gibt es in fast allen Drogeriemärkten nachhaltige Alternativen zu den herkömmlichen Plastikprodukten. Festes Shampoo oder Haarseife, Zahnbürsten aus nachhaltigen Materialien, Stoffwaschlappen, Zahnpasta in Tablettenform, Seifenstücke für Hände und Körper, Creme in Glasbehältern, wiederverwendbare Menstruationsprodukte oder festes Deo. Verwendbar sind die meisten Produkte genauso wie ihre Plastikvarianten. Aber – wie bei jedem Produktwechsel- muss sich Deine Haut oder Dein Körper kurz dran gewöhnen.  Und auch in den Drogeriemärkten kannst Du sehr gut auf bestimmte Marken achten und diese boykottieren also nicht konsumieren. Zum Beispiel gehören L´oréal, Essie und Bübchen zum Nestlé-Konzern.

Und jetzt kommt noch wie versprochen der finanzielle Teil: Viele Produkte in Deinem Badezimmer kannst Du ganz einfach selbst herstellen. Deo, Shampoo, Seife. Mit nur ein paar Zutaten fix selbst gemacht, nachhaltig, Du weißt genau was drin ist und oft sehr viel günstiger. Zum Beispiel selbstgemachtes Deo. Dafür brauchst Du nur Wasser, Natron, Speisestärken, einen leeren Deo-Roller zum befüllen und eventuell ein ätherisches Öl als Duft. Wie Du dieses Deo in 5 Minuten selbst herstellst, erklärt Dir smarticular: https://www.smarticular.net/deodorant-ohne-aluminium-selbst-herstellen-einfach-gehts/.

Zuletzt wollen wir auch noch auf einen speziellen Bereich im Haushalt schauen. Die Putzmittel. Hier gibt es so viele unterschiedliche Produkte, fast alle in Plastikverpackungen, mit viel Chemie und speziellen Wirkformeln und alle versprechen das allerbeste Putzergebnis. Und ähnlich wie im Badezimmer lässt es sich hier wunderbar vermeiden, ersetzen und auch selber herstellen. Viele Haushaltstipps unserer Großeltern beinhalten einfachste Zutaten, um bestimmte Dinge wieder blitz und blank zu bekommen. Für viele Reinigungsmittel benötigst Du lediglich Essig, Natron, Zitronensäure, Soda oder Kernseife. Alles davon basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen und lässt sich leicht besorgen. Für einen einfachen Haushaltsreiniger benötigst Du beispielsweise nur Essig und frische Zitronenschalen, die Du über mehrere Wochen im Essig ziehen lässt, um dann einen super Reiniger für alles Mögliche zu haben. Den kannst Du dann auch super in eine leere Sprühflasche von einem anderen herkömmlichen Putzmittel füllen und sparst durch diese Wiederverwendung direkt noch Müll ein. Auch dazu findest Du bei smarticular.de oder in deren Büchern viele verschiedene Rezepte und Ideen.

Vielleicht ist es Dir ja möglich, in den nächsten Tagen und Wochen besonders auf Deinen Müll zu achten. Wie viel Müll kommt bei Dir im Haushalt vor? An welchen Stellen, kannst Du Deinen Müll reduzieren? Oder Du fängst ganz konkret im Badezimmer oder beim Putzmittel an. Verbrauchst Deine Produkte und ersetzt diese dann durch nachhaltige und kritisch konsumierte Produkte. Mit weniger Müll, weniger schädlichen Inhaltsstoffen oder sogar selbst hergestellt.

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