Nachdem wir jetzt in den letzten 5 Wochen bereits auf einige Bereiche in unserem Leben geschaut haben und unseren eigenen Konsum kritisch hinterfragt haben, können wir nun ein wenig von der eigenen Person wegdenken. In den Bereichen Lebensmitteln, Einkaufen, Haushalt, Müll etc. ging es eher darum, mein eigenes Verhalten anzuschauen, mir die Frage der Notwendigkeit zu stellen und kleine bis große Veränderungen anzuregen. Aber ich kann nicht nur mit mir selbst nachhaltig sein und kritisch konsumieren, sondern auch für und mit anderen. Heute soll es um den Bereich Soziales gehen. Kritisch konsumieren im sozialen Bereich? Manche werden sich fragen, wo denn da die Verbindung ist. Für uns ist sie total naheliegend. Zum einen befinden wir uns mit der KjG als Jugendverband mitten im Bereich Soziales. Unsere Fastenaktion ist eine Anregung kritisch zu konsumieren im Bereich Soziales und wird sogar noch auf sozialen Medien verbreitet. Zum anderen gibt es viele kleine Bereiche, in denen wir mit anderen aktiv interagieren und kritischen Konsum vorleben können.

Alle Teile unserer Fastenaktion gehören natürlich auch in diesen Beitrag. Denn mit jeder kritisch hinterfragten Konsumentscheidung handelst Du sozial. In dem Du faire Produkte den unfairen wie z.B. von Nestlé vorziehst, hilfst Du Menschen auf der ganzen Welt und leistest einen sozialen Beitrag. In dem Du faire Kleidung kaufst, hilfst Du den Arbeiter*innen in der Produktion genug für ihren Lebensunterhalt zu verdienen und besser abgesichert zu sein. In Dem Du Deinen Müll reduzierst und weniger Plastikmüll verursachst, hilfst Du der Umwelt und damit vielen Menschen und Tieren, die sonst immer stärker von Klimaveränderungen betroffen wären. Diese Liste könnten wir noch lange fortführen. Aber einige Dinge, die Du mit kritischen Konsum im Bereich Soziales noch tun kannst fehlen. Und dabei schauen wir zuerst auf das soziale Miteinander hier vor Ort. Wie oft bringst Du etwas mit, wenn Du bei Freunden oder der Familie eingeladen bist? Je nach Anlass ein Geschenk, einen Blumenstrauß oder etwas zu Essen oder zu trinken. Und hier kannst Du super kritisch konsumieren und das mit Deinen Freunden teilen. Besonders bei Geschenken freut sich wahrscheinlich jede*r über eine schöne Verpackung. Aber muss die immer aus glänzenden Geschenkpapier sein, dass dann direkt wieder im Müll landet? Es gibt viele Möglichkeiten, Geschenke nachhaltig einzupacken. Entweder in schon mal gebrauchtem Geschenkpapier, in Zeitungspapier, in bemalten Klopapierrollen, in bunten Gläsern oder anderen Schachteln oder auch mal ganz ohne Geschenkpapier nur mit Bändern. Stoff ist zudem auch eine gute Alternative und manche von Euch können aus dem Stoff vielleicht auch noch etwas nähen. Oft sind die Alternativen zum Geschenkpapier nachhaltiger, reduzieren Müll, können sehr viel individueller gestaltet werden und räumen auch Deine Wohnung etwas leerer (z.B. den Altglasbehälter). Aber auch bei den anderen mitgebrachten Dingen wie Blumen oder Essen und Getränke, kannst Du kritisch konsumieren und Deine Freunde und Familie darauf aufmerksam machen, warum Du genau das Produkt gekauft hast und warum ein anderes eben nicht.

Darüber hinaus kannst Du Dich auf verschiedene Weisen engagieren. Informiere Dich zum Thema Kritischer Konsum und finde so Deine für Dich wichtigen Bereiche heraus. Über viele Seiten wie kritischerkonsum.de kannst Du viel zu Hintergründen und zu Alternativen lesen. Aber auch zu Initiativen und Organisationen. Und genau da kannst Du Dich dann vielleicht engagieren. Ob im Bereich Müll und Du mit der ReplacePlastic-App Plastikverpackungen anprangerst oder Du bei Müllsammelaktionen wie „Hamburg räumt auf“ mithilfst. Oder Du kaufst bestimmte Produkte von nachhaltigen Kooperativen oder wirkst bei einer SoLaWi mit und erhältst Dein Gemüse sozusagen von Deinem eigenen Feld. Es gibt tatsächlich wahnsinnig viele Möglichkeiten sich im Kleinen aber auch im Großen zu engagieren. Zusätzlich kannst Du für Deine Meinung und Haltung auch immer an Demonstrationen teilnehmen oder für Anliegen bei Petitionen unterschreiben.

Unsere Lieblingsmöglichkeit ist aber selbstverständlich ein Engagement in der KjG oder in einem anderen Jugendverband. Aktiv mit Kindern und Jugendlichen die eigene Freizeit gestalten, wichtige gesellschaftliche Themen angehen und dabei lernen, kritisch zu sein und zu konsumieren. Als KjGler*in kannst Du das schon als Gruppenkind lernen und als Gruppenleiter*in dann wieder weitergeben. Uns fallen da ganz viele tolle Aktionen und Möglichkeiten in der KjG ein. Und Dir? Vielleicht kannst Du ja diese Woche mal genauer schauen, wo Du im sozialen Miteinander Deinen kritischen Konsum gestalten kannst.

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